Präambel

Hörgeschädigte Ostbelgiens VoG

Präambel

‘’Nicht Sehen trennt von den Dingen, nicht Hören von den Menschen’’

Damit hat Immanuel Kant die Folgen von Hörschäden schon im 18ten Jahrhundert, zwar pauschal aber treffend, definiert.

Das Ausmaß von Isolation, Diskriminierung, Ausgrenzung, Vereinsamung, Depression, finanziellen und sozialen Benachteiligungen hängt von der Art und Schwere eines Hörschadens ab. Aufgabe und Pflicht der Gesellschaft ist es, die Betroffenen zu schützen, zu inkludieren und ihnen die gesetzlichen Bedingungen zu geben die Nachteile welche durch diese Schädigung entstehen maximal zu kompensieren.

Interessengemeinschaften sind hier hilfreich, ja sogar notwendig, um die Rechte und Bedürfnisse der Betroffenen mit Hörschädigungen zu vertreten. Auch trägt eine solche Vereinigung maßgeblich dazu bei die optimale, individuelle und der Situation angepasste Versorgung zu erreichen und negative soziale Folgen zu lindern oder sogar zu vermeiden. Hörschädigung bedeutet hier eine Einschränkung/Minderung des Hörvermögens welche chronisch ist und nicht geheilt werden kann. Der Begriff Hörhilfen umfasst alle Maßnahmen die zur Verbesserung des Hörens beitragen. Hierbei ist die Verbesserung/Optimierung der Kommunikation das vorrangige Ziel. 

Bisher waren Hörgeschädigte im deutschsprachigen Ostbelgien durch keine (Interessengemeinschaft) Vereinigung vertreten. Deshalb wurde Hörgeschädigte Ostbelgiens V.o.G. (HOB) gegründet. Die moralische Basis ist die UN Behindertenrechtskonvention.

Die Ziele der Vereinigung sind eine offene, neutrale, inklusive, gemeinnützige Information- und Austauschstelle, nicht nur für Betroffene, sondern für alle Interessierte zu sein. Offen in Bezug auf Art des Hörschadens, Sprache, Konfession und ethnischer oder sozialer Herkunft; neutral in Bezug auf die möglichen Versorgungsquellen und Versorgungskonzepte. HOB hat das Bestreben, im Rahmen seiner Möglichkeiten als V.o.G. auf die unterschiedlichen, situationsbedingten Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen und beratend auf das bestmögliche Resultat einer Versorgung hinzuarbeiten. Dies erfordert fachliches Wissen, Kenntnisse über begleitende Therapien, technische Hilfen und Familiarität mit der Rechtslage in Bezug auf Inklusion und Anrecht auf finanzielle Unterstützungen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Betroffenen zur angemessenen Eigenverantwortung in einem selbstbestimmten Leben.

Ein grundlegendes Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung. Den Mangel an Grundwissen über Hörschädigung erleben Betroffene in allen Bereichen ihres täglichen Lebens. HOB kann und möchte auch auf politischer Ebene aktiv sein um die Umsetzung der UN Konvention voranzubringen und um die Versorgung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens mindestens mit der Versorgung in den anderen Landesteilen Belgiens gleichzustellen. Letzteres ist bislang noch nicht gegeben.

Diese Ziele lassen sich nur durch Zusammenarbeit mit den involvierten Stellen und Institutionen erreichen. Dazu sind Vernetzung und Kommunikation auf persönlicher, lokaler, nationaler und internationaler Ebene anzustreben. Es braucht dazu den positiven Beitrag aller Mitglieder, aller interessierten Personen und Vereinigungen.   

Dieses bildet die Grundlage der Statuten von HOB und sind die Basis der Tätigkeiten der Vereinigung.  

 

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